Ein interaktives Lernmodul: von der ersten Skizze bis zum klickbaren Prototyp — mit den Normen DIN EN ISO 9241‑210 und 9241‑110, animierten Visualisierungen, Fachwortglossar und Quiz.
Der Prof beginnt jede Folie mit einer kurzen Wiederholung. Hier ist der ganze rote Faden — tippe auf ein Thema, um die Kernaussage aufzuklappen.
Ein Mockup zeigt nicht nur, es überzeugt. Vom Raumfahrtmodell bis zum Software‑Screen dient es immer der Kommunikation zwischen Team, Kunden und Nutzern.
Die 210 beschreibt den Prozess (menschzentrierter Gestaltungskreislauf). Die 110 liefert die Bewertungskriterien (7 Dialogprinzipien).
Kontext verstehen → Anforderungen festlegen → Lösungen entwickeln → evaluieren. Erfüllt die Lösung die Anforderungen nicht, wird iteriert.
Personas (DIN SPEC 33462) klären „wer nutzt wie & warum". User Stories fassen Anforderungen als „Als [Rolle] möchte ich [Aktion], damit [Nutzen]".
Ob das Raumfahrt‑Modell der Ariane 5 oder der Innenraum‑Nachbau eines Airbus A380: Ein Modell wird gebaut, bevor das Echte existiert. Der Kern dahinter gilt genau so für Software.
Foto: Ariane 5 (Modell)
Physisches Vorführmodell
Ein Nachbau, der Investoren, Ingenieure und die Öffentlichkeit überzeugen soll.
Foto: A380 Innenraum
Erlebbarer Raum‑Nachbau
Lässt Kunden die Kabine fühlen, lange bevor das Flugzeug gebaut ist.
KERNAUSSAGE
Ein Mockup ist immer auch ein Kommunikationsmittel.
💭 DENKANSTOSS
Wen sollen diese Modelle wovon überzeugen? Und für dein Produkt: Wer ist das Publikum deines Mockups?
02 · DIE NORMEN
Zwei Normen, zwei Aufgaben
Beide Normen aus der Reihe DIN EN ISO 9241 arbeiten zusammen: Die eine sagt, wie man vorgeht, die andere, woran man Qualität misst.
9241‑210
Der Prozess
Legt Anforderungen und Empfehlungen für menschzentrierte Gestaltungsgrundsätze über den gesamten Lebenszyklus rechnergestützter interaktiver Systeme fest.
→ liefert den Gestaltungskreislauf
9241‑110
Die Bewertung
Die gelungene Interaktion zwischen Maschine und Nutzer ist die Grundlage: Befehle, Ergebnisse und Informationen müssen für Mensch und Computer optimal verständlich ausgetauscht werden.
→ liefert die 7 Dialogprinzipien
03 · DIN EN ISO 9241‑210
Der menschzentrierte Gestaltungskreislauf
Kein einmaliger Ablauf, sondern ein iterativer Kreislauf. Der aktive Schritt läuft automatisch weiter — oder tippe auf einen Schritt, um ihn festzuhalten.
Das Persona‑Konzept (nach DIN SPEC 33462) beantwortet genau diese Frage. Es sorgt für bessere Nutzerorientierung, fundiertere Entscheidungen und Risikoreduktion.
SEDCARD · PROFILKARTE
Foto
Lena, 29
Gründerin · Time‑poor
DemografieStadt, Hochschulabschluss
Psychografieeffizienzgetrieben, ungeduldig
Herausford.zu wenig Zeit, viele Tools
Bedürfnisschnelle, klare Abläufe
Methodik
Ein Persona‑Konzept beantwortet strukturiert, wer das Produkt wie und warum nutzt.
Sedcards
Detaillierte Profile mit Basisdaten, Demografie, Psychografie sowie Herausforderungen und Bedürfnissen.
Ergebnis
Konkrete Nutzerprofile als Fundament für alle weiteren Design‑Entscheidungen.
05 · SCHRITT 2 — NUTZUNGSANFORDERUNGEN
Die User Story
Beschreibt eine Softwarefunktion kurz und verständlich aus Sicht des Endnutzers. Der Fokus liegt auf Erlebnis und Mehrwert — nicht auf starren technischen Features.
DAS MUSTER
Als [Rolle] möchte ich [Aktion], damit [Nutzen].
3C‑Modell
Kollaborations‑Basis
C
Karte
Kompakt genug für eine Karteikarte.
C
Konversation
Umsetzung durch Diskussion im Team und mit Kunden.
C
Überprüfung
Abnahmekriterien machen das Ziel eindeutig prüfbar.
INVEST‑Modell
Qualitätssicherung — im Sprint umsetzbar
IIndependent
NNegotiable
VValuable
EEstimable
SSmall
TTestable
06 · SCHRITT 3 — GESTALTUNGSLÖSUNGEN
Branding & Corporate Identity
Bevor Screens entstehen, braucht es eine Marke. Alles wird in einem Brand Book als „Single Source of Truth" dokumentiert.
PRODUKTKLASSE A
On‑Premise
Softwareprodukt, das lokal beim Kunden betrieben wird.
PRODUKTKLASSE B
SaaS — Software as a Service
Software als Dienst über das Internet, meist im Abo.
Brand Book= Single Source of Truth · zwei Bausteine
1 · Corporate Design
• Logo & Schutzraum• Farbpalette• Typografie
2 · Corporate Communication
• Tone of Voice• Tonalität
07 · WIEDERGABETREUE
Low → Mid → High Fidelity
Derselbe Screen, drei Reifegrade. Schalte um und beobachte, wie aus einer Skizze ein klickbares Interface wird.
×
Marke
Starten
Marke
Menü ⌄
Starten
↖
{{ fidCur.label }}~ {{ fidCur.time }}
{{ fidCur.sub }}
{{ fidCur.desc }}
MERKMALE
▸{{ b }}
08 · DIN EN ISO 9241‑110 · EVALUATION
Die 7 Dialogprinzipien
Deine Checkliste, um ein Mockup zu bewerten — als Peer‑Review oder Selbsttest. Tippe eine Karte an, um Prüffrage und Beispiel zu sehen.
PRÜFFRAGE
{{ p.q }}
◆
Beispiel: {{ p.ex }}
★ BONUS · ANALYSE‑WERKZEUG
Die SWOT‑Analyse
Ein Werkzeug, um die Lage eines Produkts ehrlich einzuschätzen. Zwei Achsen: intern vs. extern und hilfreich vs. schädlich. Beispiel unten: ein fiktives Startup mit einem SaaS‑Produkt.
Intern (S + W): liegt im Unternehmen selbst — beeinflussbar.
Extern (O + T): kommt aus dem Umfeld — nur bedingt steuerbar.
09 · FACHWORTGLOSSAR
Begriffe — Englisch, Deutsch, erklärt
Jeder Fachbegriff mit deutscher Übersetzung und kurzer Erklärung. Suche oder filtere nach Kategorie.
⌕
{{ gloCount }} Begriffe
Keine Begriffe gefunden. Andere Suche oder Kategorie versuchen.
{{ g.en }}{{ g.catLabel }}
→ {{ g.de }}
{{ g.desc }}
10 · QUIZ & LERNFRAGEN
Teste dein Wissen
25 Fragen in fünf Formaten. Multiple‑Choice und Wahr/Falsch korrigieren sich automatisch mit Erklärung. Bei offenen und freien Aufgaben antwortest du selbst und vergleichst mit der Musterlösung.